Ich pfeif (unsere Lieblingsmelodie) auf das was war, für den Frieden in dir.

Manchmal genügt ein Foto.

Und Jetzt ist das so, wie ich es um Himmels willen niemals haben wollte. Wir haben uns unter den Tisch fallen lassen. Ich hab geschrien, du hast geweint und endlich dein Ende genau so gesehen wie ich. Das mit dem anrufen klappte lange schon nicht mehr. Eigentlich haben wir nie telefoniert. Nur sms, diese ganz schönen, die irgendwie sein mussten. Und nur deshalb konnte ich dich glaube ich noch ein wenig mehr verstehen. Jetzt bist du weg und letztens habe ich es noch einmal versucht. Eine sms. Drei in einer. Aber sie kam nicht an, da wo du grad bist, kommt nichts an. Ich habe Angst um dich und vorhin ein kleines Stück von früher wieder gefunden. Damals, als wir schon keine Kinder mehr waren, aber auch sonst nichts weiter werden wollten, erst mal. Nur glücklich sein und das konnten wir verdammt gut. Das dunkle grün unserer Wälder, was du irgendwann aufgegeben hast, habe ich auf diesem Foto gefunden. Dafür war deine Wohnung immer bunter, immer ordentlicher und niemals allein, so wie du. Jedenfalls habe ich das gefunden, gestern Abend, dann musste ich bis um halb vier auf mich selbst warten. Und doch kam nichts weiter an als Sehnsucht, Unverständnis und dieses machtlose Gefühl, weshalb ich irgendwann ganz ganz laut losbrüllen musste. Bilder, Augen und Blicke. Unsere Unterhaltungen bestanden manchmal nur aus Füllwörtern und dabei ganz lange ansehen. Wenn wir uns monatelang nicht treffen konnten, wegen der Entfernung und wegen des Lebens, dann haben wir kurz ganz lange in unsere Augen gesehen, dabei den Kopf des anderen aufgemacht und durch ihn durch einmal bis zum Herz runter gefühlt. Dann wussten wir irgendwie immer was los war und was wir jetzt zu tun haben. Es gab sie nicht, diese typischen Frauenabende mit Wein und endlosen Gesprächen. Wir tranken sowie so nie zusammen, wir hüpften meistens durch die Gegend oder saßen grübelnd, kleine Wörter sagend und in den Himmel schauend auf irgendeiner Wiese, in irgendeinem Wald, oder in deinem Auto in der Nähe vom Bahnhof.

Du hast das nicht gehört als ich gebrüllt habe und es war auch sonst niemand weiter in der Nähe. Ich hab dir das dann gesagt, nach dem du gefragt hast, was los ist. Und auch wenn du es immer noch nicht glaubst, glaube ich dass dieser Aufprall dich ein wenig antrieb. Und auch wenn du grad so viel Angst hast, vor allem vor dem Nichts, glaube ich an Dich.

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