Leitmotive

Wir merken uns einen Satz. Manchmal ein Wort, ein Ton. Einblick in die Vergangenheit. Mit der Zukunft im Nacken sitzen bleiben. Schweigen. Das ist kein Scheiß, das ist der Untergrund

auf den wir stehen, der uns hier hält. Ganz fest. Gestern Abend war es so kalt, dass der Stift nicht mehr schrieb. Das 2000elfte Sommerloch und niemand der es sieht füllt es. Man lässt füllen anstatt zu fühlen. Wind Wald Wellen. Wolkenlose Ruhe ohne unruhige Wolken davor oder danach gibt es nicht. Das alles reicht schon. Ein Wald, ein Wind ein Du.

Ich möchte mit dem Herren schräg hinter mir reden, doch er schaut nicht her. Menschen die ans Meer laufen und stehen bleiben. Männer, Frauen, Kinder die das vergessen haben tun es vielleicht später doch noch. Ein Mal Türkis, dunkelblau und weiß mit grauen Möwenköpfen. Dann zwischendrin ein Herr der sich singend ausruht. Er singt für sich von Liebe und Sehnsucht. Er ist allein, kein Kind, keine Herzdame, nur ihr unsichtbarer Schleier. Man spürt sie noch. Er denkt und holt doppelt Luft, dreht zweimal eine Runde. Führt sie mit. Die Dame schwebt, ich kann sie fast sehen, ein wenig riecht er nach ihr, trägt ihr Tuch mit sich, das tüncht er täglich sorgfältig mit ihrem Duft. Legt es in Drachenkopfblüten und oben drauf das alte Buch aus Leder mit den losen Seiten. So roch sie doch noch vor 7 Jahren.

Dann läuft er bis zum dem Punkt wo alles begann und dreht wieder um.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s