„Seelengemälde“

Einen Pakt mit der Unsichtbarkeit, eine Verabredung im Nichts. Träume von mir und dir sind ohne Worte. Blicke. Alles in allem und in uns die große Frage nach der Liebe des Lebens und ihrem warum. Dem dahinter hinter her jagen. Einer Spur im Starkschnee folgen, Sesamstraße ohne Winterdienst. Wir fragen ohne Worte fühlen ohne Verlangen und genießen in dem wir schweigend nach einander zum Fenster hinaus fliegende Gedanken aufschreiben. Unbeschreibbarkeiten gibt es mit uns nicht. Geschwächt vom Zahn der Zeit kauern wir in Bars an Theken auf Tanzflächen und sind doch immer müder als der Rest in uns. Dabei sind wir schon am Rande des Großen angekommen. Überholt von der eigenen Generation gelten jene die sich gegen Unnatürlichkeiten wehren. Langsam oder schnell das ist hier die Frage. Auf einer Seite mit der Müßigkeit, verbunden mit dem was war. Nichts bleibt das wissen wir doch. Aber muss das sein? Immer und ausschließlich Neues? Mit Schleifen drum herum, die erst einmal alles verbinden. Heute gibt es wieder homogenen Brei. Zwei Drittel der Mädchen tragen denselben Mantel. Die Hälfte des anderen Drittels lernt im Kindergarten Suaheli. Dreiviertel der Jungen sind verhaltensauffällig. Wie war das mit den Unterschieden? Ketten, Stangen, Massen. So nett können wir eben nicht sein und wollen es auch nicht.

Ausgezogen, träumend und von verblassten Erinnerrungen zehrend hält ein Teil von uns durch, der andere liebäugelt mit allem was noch kommen kann oder mag. Ganz ruhig und müde, ganz selten macht es nichts wenn wir uns verirren. Herzen formen bis sie stumpf sind, am besten einfach die Spitzen abbrechen und in die Kerbe stopfen. Gleichtickende Brocken. „Das Wort Freizeit schlagen Sie sich bitte aus dem Kopf, mindestens für ein Jahr“ Für die Zeit von einem Jahr gegen das Leben von Tag zu Tag und zwischendurch auch mal von Nacht zu Nacht. Während ich schlage und schlage treffe ich dabei nichts weiter als die Geister meiner Seele. Grün und blau gehauen torkeln sie dann herum, weil man ihnen ja doch nichts verbieten kann, verteilen Meinungen, schreien Sätze deren Sinn kaum jemand mag. Sie sind Trotzköpfe voller Phantasie und sie singen von wunderbaren weiten Nächten ohne den Morgen danach, ohne das schlechte Gefühl im Bauch auf dem Weg zum workflow.

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2 Gedanken zu “„Seelengemälde“

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