Natürlich nicht

Wir stehen in unserer eigenen Stille. Zwei Menschen, zwei Orte, ein Schmerz. Du dort ich hier. Ich würde dir gern zu rufen „lass uns wieder laut sein und jedem Unding trotzen. Lass uns wieder lieben.“ Ich lausche zum tausendsten Mal in die Stille und höre dem nichts zu, gehe früh schlafen um im Traum unser Land zu betreten. Oft reden wir nichts wenn wir träumen. Ich höre dir zu wie du leise vor dir her summst. Wir laufen immer diese Landstraße entlang Richtung Meer. Wir kommen nie an, weil es immer zu schneien beginnt bevor unser Traum zu Ende ist. Wir brauchen uns nicht mehr zu suchen, wir haben uns doch schon gefunden und es ist wie mit den Königskindern. Ich glaubte nie an Märchen und nun bin ich dein Rapunzel im Wachkoma. Du bist kein Prinz, hast kein Pferd, keinen König und dein Herz ist freier als das eines jeden Ritters. Fabelwesen der Moderne und es gibt sie, diese Geister. Es glaubt nur niemand an sie, außer uns. Ihr werdet schon noch sehen. Was ihr nie für wahr haben wolltet wird euch eines Tages an den Haaren ziehen, euch euere Seelen zerfressen und nichts werdet ihr mehr sein als digitale Staubwolken. Ausgeraubte Köpfe mit Löchern. Überall und Nirgends.

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