Unzählbarkeiten

Lückentexte eines Lebens

wie

Fäden ziehende Stoffe

ein Mensch fünf Uhren vier Zeiten

Verwirrung eines Einzigen aber tausendmal

betrübt wie niemals

ein Einziger

 

ungreifbar nah

unendlich millionenfach

ein immer nur

einziges Mal

 

im Entkommen genommen

durch einen Stein

im Versuchen gestoppt

durch die Zeit

 

Sterne zählen in den Bergen

doppelt

Luft holen auf den Flüssen

dreimal

„Wir sehen mit unseren Herzen, das Wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar“

 

Das ganze Leben besteht aus Zeichen. In manchen Nächten können wir nicht einschlafen wegen der vielen Träume in den Augen. Schlaflose Träume, in Gedanken reisen. Durch eine ureigene Welt, von der wir nur Bruchstücke mit allen anderen Teilen. Von denen vielleicht und nur wenn wir es wollen, ein oder zwei diese eine eigene Landschaft fast so gut kennen wie wir selbst, und umgekehrt. Wir tun im Leben so viele Dinge aus Überzeugung, ob sie gut sind oder schlecht. Das Meiste von all dem stört uns selbst am wenigsten.

In jenen Nächten der schlaflosen Träumerei gibt es kein Loslassen, nur Mitfliegen. Erinnerungen kreisen umher, erzählen Geschichten in denen Persönlichkeiten der Kindheit auftauchen, in denen Klippensprünge und Regenbogenreisen der Jugend eine Melodie ergeben. Zeltplätze am Meer, Traumstrände am Ozean, Sommerferien an versteckten Waldseen. Holz holen später Schlittschuh laufen. Alles erobern, jeden Weg kennen und hinter jede Tür wenigstens ein einziges mal schauen wollen. Vielleicht ein Leben lang.

 

 

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