2014/2015

Ich wünsche Euch allen ein wunderbares neues Jahr 2015, in dem sich hoffentlich einiges zum Guten wendet und das, was schon gut ist, so bleiben kann! 2014 war für mich persönlich ein aufregendes und gutes Jahr. Ich hoffe, dass es so weiter gehen kann.
Danke fürs Lesen, Zuhören und einfach Dasein.

Im Folgenden ein Auszug, eines Textes, den ich am 1. Mai 2014 am Greifswalder Hafen, im Rahmen der Veranstaltung „Laut gegen Rechts“ gelesen habe. Vielen Dank noch mal, für diese Einlandung!

Herzlichst,
Anna

fsm

„Meine Zweifel fesseln mich. Das eigene, die anderen, wir. Meine Phantasie, meine Angst, meine Fehler. Das Leben der anderen zieht vorbei. Ganz Detailverliebt kleben meine Sinne an ihren richtig gewählten Entscheidungen, an ihrem durchgeplanten Wochenendeinkauf, an einfach allem. Selbst die Minuten auf der Parkbank sind getimed, werden genutzt. Ein wichtiges Gespräch, die eine Nachricht noch. Niemanden zu hassen, ist keine Kunst.
Der verwahrloste Geist zwischen richtig innovativer Lebensweise. Alle könnten glücklich sein, viele wollen einfach nicht. Genau. Wir wollen nicht. Wir wollen keine Industriell hergestellten Nahrungsmittel, die auf lange Sicht der Pharmaindustrie den Ball zu spielen. Wir wollen keine Luxuswohnungen, die eben nicht so groß, aber dafür mit wahnsinnig viel Komfort ausgestattet sind. Wir wollen Leben, wir wollen uns entscheiden und nicht zwischen reich aber herzlos oder arm aber zeitlos wählen müssen. Es geht uns nicht um uns, sondern um eine Welt, in der man wieder vom Sterben eines Urwalds sprechen kann, ohne sich dabei auf die Zunge beißen zu müssen, weil ja da noch viel mehr im argen liegt, viel wichtigeres, als ein paar Bäume.
Doch hier geht es scheinbar immer wieder um uns und um unsere verdammte Sicherheit. Ein Quadratzentimeter weiter liegen Welten. Nichts woran wir glauben wollen, alles fliegt. Ein Flugzeugstreifen war mal etwas ganz besonderes.
„Lass uns Zeit machen“. deine steingrünen Augen, meine Hände, deine roten Wangen fangen mit ihren Bartstoppeln meine vom Wind verwehten Haarsträhnen. Pure romantik, nur ganz kurz. Dann ertönt eine Sirene, ich und du, wir laufen weiter. du erzählst mir dann wie sehr dich das alles nervt, der ganze Druck und ewig das gleiche Muster, überall nur Leistung, Profit, Leistung, noch mehr Profit, unendlich viel Leistung und es reicht trotzdem nicht. Niemals reicht es, du redest dich dann in Rage, würdest am liebsten einen Stein werfen. Ich halte dich dann fest, ohne zu drücken, ohne dich zu zerquetschen. Irgendwann lässt du den Stein fallen. Auf mein Herz, gefühlt. Du wirst ihn irgendwann wieder aufheben und werfen, das weiß ich. doch vielleicht fällt uns bis dahin noch etwas anderes ein, was die Steine von unseren Herzen nimmt, die Knoten in unseren Zungen löst. Ich glaub da verdammt noch mal immer noch dran und zur Not, lass ich dich all die Steine werfen, doch vorher, müssen wir es so versuchen. Liebe kann was.
sei mutig, sei ehrlich, doch nicht zu direkt
gib alles, geh immer einen schritt schneller als der rest,
doch verrenn dich nicht
sei einzigartig, sei innovativ, doch bleib auf dem teppich
tue was in deiner macht steht, mach aus allem immer das beste,
doch verrenn dich nicht

sei schlau, sei interessiert, doch stell keine falschen fragen
nimm nur das nötigste, teile deine kräfte ein, finde die balance
doch verbrenn dich nicht
sei offen, bleib immer höflich, jedoch bewahre deinen stolz
liebe dich selbst, habe immer und überall genügend energie,
doch verbrenn dich nicht

sei authentisch, sei wachsam, doch übertreibe nicht
betrachte die dinge aus allen möglichen perspektiven, übe kritik,
doch verlier dich nicht in details
sei soviel du kannst, sei kreativ, doch bewahre deinen rahmen
geh keine unüberlegten schritte, denke an deine zukunft,
doch verlier dich nicht in details

sei entschieden, sei tatkräftig, doch alles zu seiner zeit
verwirkliche dich, mach pläne,
doch denk dabei stets an die anderen
sei vernünftig, sei flexibel, doch bleib bodenständig
orientiere dich immer an den starken, schüttle die schwachen ab,
doch denk dabei stets an die anderen“
.

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.
1mai

Foto: Katharina Haase

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