in diesen Nächten

Sicherheitslücken zwischen dir und mir
mit Leerstellen von Damals
das Schweigen aufgefüllt
bis wir irgendwo anders sind
nicht mehr hier
der Tee ganz lauwarm wird
ausgedünnte Wärme in unseren Händen
in diesen kleinen niedlichen Tassen
von irgendeinem Sperrmüllstreifzug
sitzen wir plötzlich anders da
in solchen Momenten
als würde sich da drin irgendwie
all die Traurigkeit auflösen.

*

Im Kopf: es wird nie so sein, wie es hätte werden sollen.
Der rätselhafte Vollmond spiegelt sich im Balkonfenster.
Schiebt sich einmal durch unseren Blick.
Zur Nacht: Sie sind wieder zu kurz.
Die Dunkelheit verkriecht sich, bis zum Winter.
Sie macht uns nichts recht, lässt sich nicht befehlen, nicht steuern.
Unwichtig wie wir das sehen, dieser Dunkelheit sind wir so egal,
wir müssen sie dann nehmen, wenn sie uns überlagert, einhüllt.
Die vorletzte Szene, bis die Nacht anbricht.
Was macht das schon, was wird das alles, wenn es fertig ist.
Was werden wir, die ohne Sorgen über morgen, sondern über Träume redend, durch die Nacht am Fenster sitzend, bis der Himmel ganz langsam von schwarz zu blau wechselt, jedes Mal viel zu früh.
Irgendwann können wir uns die doppelte Menge Kaffee am Morgen nicht mehr leisten,
nach einem kurzen Schlaf, der viel zu sehr dem Traum gewidmet war.

*

Platin
Briefe stapeln sich.
Gedanken, die Niemanden erreichen werden.
Ob die Schwere anders wäre, wenn es einen Empfänger gäbe,
ist verdammt ungewiss.
Dazu die immer wieder gleichen Lieder.
Wenn Schweigen Gold ist

*

Der Himmel dunkelblau. Ich vergesse es einfach.
Laufen, atmen, dann wieder immer nur denken, und laufen,
so dass man den Atem anhält und Seitenstiche bekommt.
Einfach ruhig sein wollen, laufen,
atmen,
in den Himmel schauen.
Bald wird die Luft wieder glitzern,
der Himmel nachts manchmal bunt und
es wird laufen und die Atemzüge
werden ruhiger sein.

*

„Hinterland“
in einer Küche tanzen
endlich alles verstehen
beim nur kurz
den Hintergrund mitsingen.

„Am Ende wird alles gut …“

*

Es kann nicht sein, dass nichts ist. Wir müssen immer wieder versuchen zu finden. Nur das Rauschen der Bahn und schon fühle ich mich frei. Warum? In meinem Kopf laufen die Parallelen im Kreis. Ist das eine Antwort, will man das überhaupt wissen?
Nichts sagt manchmal soviel, nachts in einer Küche. Und man würde so gern ein Ende finden wollen, eins das auch passt, farblich, oder so.

bild

*

Die Schwierigkeiten verwandeln,
alles umpolen was du eigentlich gern hast,
aber eben nicht so.
Und deine Träume bestanden größtenteils schon immer aus Unmöglichkeiten,
trotzdem wurden die meisten wahr
für all die anderen hast du noch viel zu viel Zeit,
nur der Platz wird langsam knapp.
Versuche etwas zu ändern,
was dir den Boden unter den Füßen wegzieht,
Strudel um dich bildet,
sich um dein Ganzes legt,
keinen Teil auslässt,
niemals nie sagt und
immer da zu sein scheint.

Lieber verrückt, als total bescheuert.
24/7

*

dann verlierst du dich dahinten im Licht,
bist dabei nicht mehr als du bist.
und ich frage dich, doch du siehst
mich als wären wir nicht
was wir sind
was wenn nicht Kind
was wenn nicht und dann wollen wir einfach nur dem Sommer folgen,
hinter herfliegen,
Zugvögel,
in diesen Nächten
machen wir was
das ist
(Herz)
Punkt

*

Mit diesen Heften, in denen das alles steht.
Versuche, die schon fast zerfallen sind,
vom Regen und von stürmischen Nächten,
in denen es so verdammt dunkel war,
dass ständig jemand drauf trat.
Der Rhythmus deiner schlafenden Atemzüge ist mein Tempo. Ich lass mich hineinfallen, trudle am Rande deines Schlafes und versuche
zu erraten, was du in deinen Träumen erlebst. Wie sich die letzten Tage und Wochen darin verpacken oder ob sie mit deiner Vergangenheit zusammen Theater spielen. Vielleicht ein Drama, oder einfach nur eine Episode, die damals irgendwie nicht so ablief, wie du es wolltest. Oder du träumst von der Zukunft und strickst dir aus dem ganzen alten Material eine neue Geschichte. Vielleicht eine, von der du so überzeugt sein wirst, dass du mir sie erzählst.

*

In die Dunkelheit hinein schreiben. So aufgeregt,
dass der Stift lauter ist als die Bewegung des Sekundenzeigers.
Dann plötzlich aufspringen und los laufen.
Den Zettel in die Tasche falten. Im Mondlicht über Felder schleichen.
Auf die Sonne warten. Zwischendurch die Vergessenen wiedersehen,
tanzen, reden und mit ein bisschen weniger Aufregung zurück wandern,
auf Umwegen, länger brauchen.
Zwischendurch Pferde stehlen und sie wieder zurückbringen.
Solange rennen, bis wir umfallen, dann atemlos die Nacht auflesen
und das was auf dem Zettel steht viel besser verstehen.

*

Das glühend heiße Gesicht in den Wind halten.
Kurz sitzen bleiben. Immer wieder ein bisschen.
Wenn unsere Gedanken an den Strand treiben
und das Rauschen einsetzt.
Meer ist irgendwie Freiheit, los schwimmen.
Nie ankommen wollen.
Auf und davon sein und stranden.

tanzen

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